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Der Standort

Offenbach am Main

Offenbach am Main

Offenbach am Main, im Zentrum des rhein-mainischen Ballungsraumes gelegen, zeigt dem Besucher das Bild einer jungen und modernen Stadt. Mit seinen etwas mehr als 117.000 Einwohnern ist Offenbach nur eine „kleine Großstadt“ (seit 1954), überschaubar, mit vielen Grünflächen und am Main gelegen. Seine erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 977 zurück, als eine Frau Ruotlint dem Frankfurter Salvatorstift Güter in Offenbach schenkte. Damals schrieb es sich noch „Ovenbach“; der Name dürfte auf den Vornamen „Ovo“ zurückgehen.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts baute man das sogenannte „Isenburger Schloss“, das heute noch steht und die schönste Renaissance-Fassade nördlich der Alpen besitzen soll. Offenbach wurde mit dem Übergang an die Grafen von Isenburg Hauptsitz eines kleinen Territoriums und sollte es auch als Sitz der Verwaltung bis 1815 bleiben. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts blieb es ein kleiner beschaulicher Ort mit weit weniger als eintausend Einwohnern, die in sieben Gassen im Schatten des Schlosses wohnten (Sand-, Schloß-, Schloßgraben-, Born-, Glocken-, Kirch- und Mühlgasse).

Nachdem Offenbach im Zweiten Weltkrieg zu 36 Prozent zerstört wurde, begann langsam der Wiederaufbau. Dabei wurde insbesondere die Altstadt und die Weststadt zerstört. Was die Bomben nicht weggefegt hatten, wurde in den darauffolgendenden Jahrzehnten der Stadterneuerung geopfert. Der einstige Charakter des westlichen Stadtzentrums zwischen Herrnstraße und der Schloßstraße als "Gartenstadt" verwandelte sich in eine Bürostadt (beispielsweise durch das neue Rathaus oder den City-Tower). 1953 begann der Bau der Carl-Ulrich-Siedlung zwischen Dietzenbacher- und Waldstraße. Offenbach hatte 1954 erstmalig mehr als 100.000 Einwohner und wurde somit jüngste Großstadt Hessens. Die Stadtrechte sind Offenbach nie offiziell verliehen worden. 1955 erhielt die Stadt den Europapreis für ihre hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken. 1960 erwarb die Stadt den Wildhof bei Heusenstamm und erhielt damit die Waldgemarkung Wildhof. 1971 wurde das heutige Rathaus an der Berliner Straße eröffnet und der Umzug der Verwaltung aus dem alten Hospital, dem heutigen Justizzentrum, wurde vollzogen. Die Feiern zum 1000-jährigen Jubiläums Offenbachs wurden 1977 begangen. 1995 erhielt Offenbach Anschluss an die S-Bahn Rhein-Main.

Aufgrund der guten Infrastruktur und der Lage im Rhein Main-Gebiet haben sich viele Firmen die letzten Jahre angesiedelt. Die Stadtverwaltung wirbt mit einer ungewöhnlich schnellen Vergabe von gewerblichen Baugenehmigungen. Die Mieten gelten allgemein als günstig. Im Zentrum gibt es nachwievor viele Mehrfamilienhäuser aus der Jahrhundertwende.